Das BVW ist ein mögliches ? sehr einfach zu realisierendes ? Instrument auf dem Weg zur ?Lernenden Organisation?. Gemäß der Philosophie der Kontinuierlichen Verbesserung und vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs- und Innovationsdrucks einerseits und veränderten Einstellungen der Beschäftigten in Richtung auf mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung bei der Arbeit andererseits, werden diese ermutigt, sich für die Weiterentwicklung des Unternehmens verantwortlich zu fühlen, offenkundige Schwachstellen und Verbesserungspotentiale wahrzunehmen und konkrete Verbesserungsvorschläge einzureichen.
Damit Mitarbeiter/innen motiviert sind und bleiben, über ihr ?Tagesgeschäft? hinaus Ideen zu entwickeln und einzureichen, ist es unerlässlich, jeden dieser Vorschläge ernst zu nehmen und zu würdigen. Das bedeutet vor allem, dass Beschäftigte zu jedem Vorschlag eine Rückmeldung erfahren, ob dieser Vorschlag umgesetzt wird oder gegebenenfalls, warum bestimmte Ideen nicht realisiert werden können. An finanziellen Vorteilen durch umgesetzte Vorschläge sollten die Mitarbeiter/innen selbstverständlich beteiligt werden.
Nach einer Umfrage des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (dib) wurden 2002 rund 1,36 Millionen Verbesserungsvorschläge eingereicht; etwa 70 Prozent wurden in die Praxis umgesetzt. Dieser Ideenwettbewerb ersparte den Unternehmen Kosten von insgesamt 1,18 Milliarden Euro (1.267 Euro je realisiertem Vorschlag). Dafür vergaben die Firmen Prämien in Höhe von 185 Millionen Euro (pro Auszeichnung etwa 206 Euro). Der Prämiensatz liegt im Schnitt bei 15 bis 30 Prozent der Einsparungen im ersten Jahr.
NEWDO ist ein Projekt des Dortmunder Agenda-Vereins und wurde gefördert von der
Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung
